Farbe des Monats | Schwarz
Black Metal
Black Metal ist nicht nur eine Stilrichtung des Heavy Metals, sondern auch eine eigene elitäre Subkultur, die vom Gefühl des Hassens und des gehasst werdens geprägt wird. Als Grundstein dieser Musikrichtung ist die Band "Venom" zu bezeichnen, die 1982 auch das Album "Black Metal" veröffentlichten und zudem die Idee des Satanismus einbrachten - obwohl sie Jahre später zugaben, vom Satanismus keine Ahnung zu haben. Die Band "Bathory" veränderte den Klang der Black Metal Szene zum rauen und schmutzigen Klang, der auch heute noch vorherrscht. Zudem gelten sie als Teil der "First Wave of Black Metal". In den späten 80ern entstand dann auch der so genannte "Inner" oder "Black Circle", dessen Mitglieder, darunter Øystein "Euronymous" Aarseth, Sänger der Band Mayhem, traurige Berühmtheit erlangten durch Brandstiftungen, Vergewaltigungen, Grabschändungen und Morde. Ziel des Inner Circles war die "De-christianisierung" Norwegens, oder auch genauer die "Reinigung Norwegens von heimatfremden Einflüssen". Ob der Inner Circle wirklich existierte oder nur eine Verschwörungstheorie war, ist nach wie vor ungeklärt, jedoch ist nicht zu leugnen, dass "Euronymous" durch seinen Einfluss auf die Szene diese bedeutend prägte, weswegen er auch als Initiator der "Second Wave of Black Metal" bezeichnet wird. Die Szene erlitt einen bitteren Niedergang nach der Ermordung von Euronymous durch einen langjährigen Gefährten von ihm, Kristian "Varg" Vikernes, vermutlich auf Grund von Konkurrenz um einen Plattenvertrag. Mitte der 90er Jahre wurde die Szene dann von
Bands wie "Emperor" oder "Ulver" belebt, die auch progressive Elemente einbrachten und so auch kommerziell
orientierten Bands wie "Dimmu Borgir" die Tür aufstießen.
Traditionelle Szenemitglieder jedoch lehnen diese Neuorientierung aufgrund ihres
"Mainstream - Charakters" ab. So verlagerte sich die Untergrund-Szene des Black Metals in südlichere Länder, darunter Deutschland, Polen
und Griechenland, wobei besonders letztere auch eine starke rechte Black Metal Szene aufweisen. Problematisch am Black Metal ist mit
Sicherheit die starke rechte Orientierung, die es innerhalb der Szene gibt, wie beispielsweise die deutsche Band "Absurdum", deren
Ursprungsmitglieder eine menschenverachtende Einstellung aufweisen, wie auch in dem Statement ihres Sängers Hendrik Möbius zu dem von
ihnen 1993 an einem Mitschüler begangenem Mord deutlich wird: "Nun am 29.4.93 entschlossen wir uns, dem Leben eines lebensunwerten
Geschöpfes ein Ende zu setzen. So ist es geschehen." Doch nicht nur nationalsozialistische Gesinnung wird kritisiert, auch die
Verherrlichung von Gewalt und Schmerzen in jeglicher Form ist vielen Anhängern der normalen Metal - Szene ein Dorn im Auge.
Sicherlich kann man nicht alle Black Metal Bands über einen Kamm scheren und viele Anhänger des Black Metal haben mit Nationalsozialistischen
Ideen nichts zu tun, jedoch ist diese Musikrichtung mit Sicherheit sehr, sehr kritisch zu betrachten.
Zum weiterlesen:
» Schwarz-Braun Metallic
» Wiedererwachen germanischer Werte?
Schwarze Löcher ... na wo denn?
Wer kennt dieses Gefühl nicht, ein schwarzes Loch verschlingt alles um einen herum und man weiß nicht mehr wo einem der Kopf steht. Doch kaum einer weiß, was das wirklich für Auswirkungen haben könnte, würde man sich wagemutig in die Nähe eines dieser noch kaum erforschten Phänomene begeben. Ganzzuschweigen davon, dass man etwa das 400 millionenfache der Erdbeschleunigung bräuchte um sich wieder von diesem extrem massereichen Objekt entfernen zu können (das ist mehr als die Lichtgeschwindigkeit: 330.000km/s O.o). Auch problematisch gestaltet sich ein kurzer Trip zu einem Schwarzen Loch in Bezug auf die Zeit. Nach den Ergebnissen zu denen Forscher gekommen sind, wird durch das unglaublich starke Gravitationsfeld eines Schwarzen Loches die Raumzeit derart stark gekrümmt, dass die Zeit in seinem Inneren vermutlich sogar still steht. Des Weiteren könnte es auch ziemlich dunkel werden, da nützt auch die beste Taschenlampe oder der 30.000 Watt Strahler aus dem Stadion nichts mehr, da das Gravitationsfeld auch sämtliches Licht aus der Umgebung einsaugt. Wären wir also in der Lage einen kurzen Abstecher in eines dieser interessanten Objekte zu unternehmen, wäre es zum einen sehr schwer diesen Ort wieder zu verlassen (wie gesagt, versucht mal das 400 millionenfache der Erdbeschleunigung zu erreichen). Aber auch wenn wir das irgendwann, in ferner Zukunft mal könnten, was ist mit der Zeit? Es gibt Theorien, dass wenn Menschen zu einem Schwarzen Loch reisen würden und zur Erde zurückkehren wollten, es dort überhaupt nicht mehr so aussehen würde
wie als sie die Erde verlassen hätten, schließlich lief die Zeit bei ihnen viel langsamer! So könnte man nur ein Jahr weg gewesen sein und auf der Erde wären vielleicht schon 100 Jahre oder mehr vergangen...oder noch mehr! Eine weitere Theorie besagt, dass Schwarze Löcher das Raum-Zeit-Kontinuum so sehr krümmen könnten, dass sie vielleicht Wurmlöcher zu anderen Universen bilden, vielleicht sogar zu einem Paralleluniversum. Doch da es uns unmöglich ist und wohl auch immer bleiben wird ein Schwarzes Loch zu durchfliegen, werden wir dies wohl nie erfahren. Zum Einen würde das Raumschiff mit dem man flöge derartigen Belastungen ausgesetzt sein, die durch die enorme Dichte eines Schwarzen Loches entstehen, dass es sich völlig deformieren würde und man würde wahrscheinlich nicht den Antrieb erreichen, um das Schwarze Loch wieder verlassen zu können und zum Andern, wenn man es doch schaffen sollte hindurch und wieder zurückzufliegen, gäbe es wahrscheinlich niemanden mehr auf der Erde, dem man das Erlebte berichten könnte. Hm, schade eigentlich... falls ihr aber doch mal Lust habt eine Reise zu diesem ungewöhnlichen Urlaubsziel zu starten, kein Problem, denn was die wenigsten wissen: Das nächste Schwarze Loch ist gleich neben an! Nämlich im Zentrum unserer Milchstraße. Es ist Sogar ein supermassives Schwarzes Loch, dann macht's gleich noch mehr Spaß. Forscher haben nämlich rausgefunden, dass sich vermutlich in jedem Zentrum von Galaxien, die unserer ähneln, ein supermassereiches Schwarzes Loch befindet, ohne das es vermutlich gar keine Galaxie gäbe... Also viel Spaß bei der Erkundungstour!!!
Arnold Allois Schwarzenegger
geboren am 30.7.1947 in Thal bei Graz in Österreich, ist ein ehemaliger Bodybuilder und Hollywood-Schauspieler,
der zurzeit die zweite Amtszeit als Gouverneur von Kalifor- nien, USA erlebt. Berühmt geworden durch seine Karriere als
Bodybuilder (1967 bis 1980, unter anderem fünf Auszeichnungen als „Mr. Universum“) konnte er 1970 auch in der
amerikanischen Filmindustrie Fuß fassen. Richtig bekannt wurde er allerdings erst durch die Hauptrolle in "Conan – Der Barbar"
(1982). Es folgten Meilensteine der Actionfilm-Geschichte wie "Terminator" 1-3, "Predator", "Eraser" und "The 6th Day".
Durch seine beeindruckende Präsenz und maskuline Ausstrahlung wurde er schnell zum klassischen Helden des Actionkinos.
Bevor Schwarzenegger sein Geld als Schauspieler oder „Gouvernator“ von Kalifornien verdiente, baute sich als studierter
Betriebswirt in der Immobilien- branche ein beachtliches Vermögen auf. In seinem politischen Amt fällt der republi- kanische
Gouverneur immer wieder da- durch auf, dass er die Gnadengesuche von zu Toder verurteilten rigoros ablehnt. B
e- sonders viel Aufsehen erregte der Fall des vierfachen Mörders Stanley Williams, der
– im Gefängnis scheinbar geläutert –
Kinderbücher gegen die Kriminalität schrieb und für Friedens- und Literaturnobelpreise nominiert war.
Aber Schwarzenegger erhält auch positives Echo. Untypisch für die USA setzt er sich für die Reduzierung der
Treib- hausgasemissionen in seinem Bundesstaat ein. Die kalifornische Stadt Los Angeles produziert
bislang weit und breit die meisten Abgase, so dass man am hell- lichten Tage teilweise die Berge in der
Umgebung nicht mehr sehen kann.
Der Schwarzkopf
Schon 1898 eröffnete der Chemiker Hans Schwarzkopf eine kleine Drogerie in Berlin – doch wirklich beginnt die Geschichte und der Erfolgszug des schwarzen Kopfs auf der Packung erst 5 Jahre später: Denn 1903 bringt er sein erstes eigenes Produkt auf den Markt – ein Shampoo – Puder, mit dem man seine Haare zum ersten mal schnell und gründlich waschen konnte. Außerdem blieben keine weißen Kreidespuren, wie in der damaligen Zeit üblich in den Haaren zurück! Von Anfang an ist sein Shampoo ein Erfolgsschlager und wird bereits 1904 nach Russland und in die Niederlande exportiert. 23 Jahre später entwickelt Schwarzkopf das erste Flüssigshampoo der Welt, das reißenden Absatz findet. Weitere 5 Jahre später bringt er das erste nicht- alkalische Shampoo auf den Markt, 1947 die erste kalte Dauerwelle, 1949 führt er das bis jetzt erfolgreichste Shampoo der Welt ein: Schauma. Auch anschließend
bleibt die Firma innovativ, sei es mit dem "flüssigen Haarnetz", "taft" oder der ersten Coloration für zuhause.
Auch in Sachen Umweltschutz ist Schwarzkopf Vorreiter gewesen, als erster Kosmetikhersteller der komplett auf FCKW verzichtete.
Das mitt- lerweile von Henkel übernommene Unter- nehmen wächst weiter und verkauft heute Kassenschlager wie "Poly Diadem", "taft" oder "Schauma" in 140 Ländern der Welt.
Black Panther Party
Die Black Panther Party war eine umstrittene afro-amerikanische Büger- rechts- und Selbstschutzorganisation in den USA der 60er und 70er Jahre. Ursprünglich gründete sich die Partei, um sich gegen weiße Polizeiwillkür und die betriebene Lynchjustiz gegen schwarze Mitbürger zur Wehr zu setzen und um das schwarze Amerika auf einen Bürgerkrieg vorzube- reiten, der als unvermeidbar angesehen wurde. Die Gründung der Black Panther selbst beruft sich zurück auf die Ermordung von Malcolm X 1965, der neben Martin Luther King zu den bekanntesten schwarzen Bürgerrechtlern dieser Jahre zählte. Die Anführer der Black Panther stützten sich auf die Grundideen der Werke von Marx, Lenin und Mao. Doch nach und nach zog die Partei widersprüchliche Personen an, so- dass die Ausrichtung der Organisation nie einheitlich war und es oft zu deutlichen innerparteilichen Differenzen kam. Bereits 1967 kam es zu Differenzen zwischen Staat und den Black Panthers. 1968 formierte sich ein Widerstand des Staates, bei dem das FBI begann Ortsgruppen der Black Panther zu unterwandern und einzelne Mitglieder willkürlich festzunehmen und mit gefälschten und echten Aussagen vor Gericht zu bringen. Der damalige FBI-Chef bezeichnete die Organisation als die „größte Bedrohung der Sicherheit“. Zwei Tage dann
nach Ermordung Martin Luther Kings am 4.April 1968 wurde auch ein Panther Mitglied ermordet, woraufhin die Waffen- gewalt eskalierte und die Verhaftungswelle weiter rollte. Es entwickelte sich ein regelrechter Untergrundskampf, bei dem illegale Hausdurchsuchungen und Verhaftungen der Polizei und des FBI sich mit Vergeltungsschlägen der Panther abwechselten.
Zwischen 1967 und 1970 wurden rund 40 Panther Mitglieder ermordet und über 85 schwer verletzt.
1971 führten die innerorganisatorischen Konflikte schließlich zu Spaltung der Partei. 10 Jahre später trat die Partei als solche nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.
Doch auch im Umfeld der Black Panthers kam es häufig zu rassistischen Übergriffen auf Weiße. Dies vor allem auf Frauen. So wurden allein bei der als „Operation Zebra“ bekannten Serie von Morden über 70 Menschen getötet. Die political correctness deckt die Täter bis heute.
Schwarzlicht
Der Begriff „Schwarzlicht“ bezeichnet umgangssprachlich UV-A-Strahlung aus einer bestimmten Art von Glühlampen, bei denen das sichtbare Licht teilweise absorbiert wird. Was viele nicht wissen, ist dass Schwarzlicht tatsächlich nichts anderes ist als Ultraviolette Strahlung. Diese wird vom menschlichen Auge nicht mehr wahrgenommen, allerdings regt Schwarzlicht fluoreszierende Stoffe (z.B. weißer Baumwollstoff oder Fluoreszenzfarbstoffe) zum Leuchten an. So entfaltet dieses besondere Licht seine Wirkung am besten in abgedunkelten Räumen. So fand das Schwarzlicht seinen Weg in die Diskotheken und die Leuchttänze wurden zum Muss für die Technogeneration. Aber nicht nur dort sorgt es als Eyecatcher für krasse Effekte.
Man entdeckte es z.B. auch für die Bühne. Im Schwarzlichttheater kommt bestimmt jeder auf seine Kosten, ob heißer Schwarzlichtstrip in weißen Dessous oder lustiges Clownskostüm in leuchtenden Neonfarben.
The Black Dahlia
So heißt die Verfilmung des Buches "The
Black Dahlia" des amerikanischen Autoren James Ellroy. Der Film schildert die Geschichte der zwei Cops Officer Dwight „Bucky“ Bleichert (Josh Hartnett) und Sergeant Leland „Lee“ Blanchard (Aaron Eckhart), die versuchen den Mord an der zweitklassigen Schau- spielerin Elizabeth Short (Mia Kirschner), die wegen ihres lasziven Äußeren die „schwarze Dhalie“ genannt wurde, aufzu- klären. Bleichert freundet sich nicht nur mit Blanchard, sondern auch dessen Frau Kaye (Scarlett Johansson) an, und die drei bilden fortan ein eingeschworenes Trio. Bei einem Routineeinsatz, der in eine wilde Schießerei ausartet, rettet Blanchard seinem Partner das Leben, was sie zusätzlich zusammen- schweißt.
Die Ermittlungen an dem Dahlien-Fall setzen Blanchard allerdings hart zu, er verändert sich, die Fassade des „hard- boiled“ Cop beginnt zu bröckeln. Als Bleichert dann bei Recherchen auf die reiche Madeleine Linscott (Hilary Swank)
im Kreis der Verdächtigen stößt, werden
die beiden Polizisten immer tiefer einen
Sog aus Liebe, Wahnsinn und Tod gerissen. „The Black Dhalia“ ist zwar in Farbe verfilmt, lässt sich aber aufgrund der Handlung und der Zeit in der sie ange- siedelt ist, als Werk des Film-Noir bezeich- nen. Auch wenn die Kritiker ihre Erwar- tungen in das Werk des Regisseurs Brian De Palma teilweise enttäuscht sehen lohnt sich der Gang ins Kino laut Kritik allein wegen der guten Geschichte dennoch.
Black Box
Als Black Box (englisch schwarze Kiste) bezeichnet man allgemein ein Objekt, dessen innerer Aufbau und innere Funktionsweise unbekannt oder als nicht weiter von Bedeutung erachtet wird. Von Interesse ist nur das äußere Verhalten der Black Box. Diese Begriffsverwendung stammt ursprünglich aus der militärischen Fernmeldetechnik und bezeichnete erbeutetes Feindmaterial, das wegen der möglicherweise darin enthaltenen Spreng- ladung nicht geöffnet werden konnte. Bekannt ist die mysteriöse Black Box aller- dings eher von Flugzeugabstürzen, die durch die Medien gehen. Dort ist oft von 
dieser Black Box die Rede, die vom Meeresgrund an der Unfallstelle geborgen werden muss, um ihr mögliche Ursachen für den Unfall zu entnehmen. Tatsächlich ist die Black Box (zu Deutsch: Flugschreiber) bis zu einer Wassertiefe von 5000 m Wasserdicht und kann auch Temperaturen um 1000°C wegstecken. Dies befähigt sie, Daten wie Flugparameter (Höhe, Geschwin- digkeit, Kurs, Neigungswinkel der Maschine, Ruder- und Klappenstellungen, Triebwerks- parameter, usw.) und Aufzeichnungen der Gespräche im Cockpit die sie gesammelt hat, für die Untersucher des Unfalls aufzu- bewahren. Erfunden hat diese Technik der australische Luftfahrt- techniker Dr. David Warren. Damals war er damit beauftragt, die Ursache einer Reihe von Abstürzen australischer Düsenflugzeuge zu unter- suchen. Da es für diese keine Zeugen gab, ersann Warren den Flugschreiber. Australien war auch das erste Land der Welt, das die Black Box in seinen Flug- zeugen vorschrieb. Die Black Box ist im Übrigen orange gefärbt, um sie an der Unfallstelle besser ausmachen zu können.
Das schwarze Gold
Erdöl entstand, so wird angenommen, durch kleine Tierchen und Pflanzenteilchen, die durch irgendein Ereignis abstarben und auf den Meeresgrund absanken. Dort wurden sie von Sedimenten bedeckt, wodurch ein großer Druck und eine hohe Temperatur auf die organischen Teilchen wirkten. Diese Umstände veranlassten die Teilchen, sich in Kerogene umzuwandeln, die größtenteils aus Kohlen- und Wasser- stoffteilchen bestehen. Da die Kerogene leichter als Wasser sind, wandern sie so weit sie können an die Erdoberfläche, wobei sie sich zum Erdöl verdichten. Auf ihrem Weg nach oben werden sie durch Gesteins- schichten aufgehalten und sammeln sich darunter zu Erdölvorkommen an.
Das Erdöl war zwar schon einige tausend Jahre bekannt und wurde sporadisch als Brenn- stoff oder vermischt mit Sand oder Pflanzenteilen als Dichtmittel genutzt, seinen Siegeszug als wichtigste Energie- quelle konnte es aber erst mit dem Beginn der gezielten Ölförderung antreten. Im 19. Jahrhundert war man auf der Suche nach einer billigen Alternative zum Walfisch-Tran als Lampenöl und zum stinkenden Kerzen- talg. 1852 erwarb Abraham Gesner ein Patent auf die Herstellung eines relativ sauber brennenden, preisgünstigen Lampenbrennstoffes aus Roherdöl: Dem Petroleum. 1855 entdeckte der ameri- kanische Chemiker Benjamin Silliman die Möglichkeit, Erdöl mit Hilfe von Schwefel- säure zu reinigen um es als Brennstoff zu verwenden. Nach der Einführung elektrischen Lichts war Erdöl zunächst
nicht mehr attraktiv, doch bald nach der Entwicklung des Automobils setzte die Familie Rockefeller als Mitbegründer der „Standard Oil Company“ die Verwendung des Erdölprodukts Benzin statt des von Henry Ford zunächst vorgesehenen Ethanols als Ottokraftstoff durch. So wird der größte Teil des heute gewonnenen Erdöls derzeit in verschiedenen Motoren und Kraftwerken verbrannt, obwohl der wertvolle Rohstoff viel mehr kann. Der Großteil der heute hergestellten chemischen Substanzen lässt sich aus etwa 300 Grundchemikalien wie Ethen, Propen oder Benzol herstellen. 90% des Bedarfs an diesen Grundchemikalien lassen sich aus Erdöl gewinnen, es wäre sehr viel
schwieriger und kostenintensiver sie auf anderem Weg zu gewinnen. Dennoch werden etwa 90% der weltweiten Erdölvorkommen in Rekordgeschwindigkeit verbrannt, was die Frage aufwirft, woraus unsere Medikamente, Farben, Parfüme und Waschmittel in etwa 50 Jahren, wenn die Ölvorkommen knapp werden, hergestellt werden sollen. Zudem wird vermutet, dass die höchste Fördermenge für Erdöl dem- nächst erreicht wird – bei stetig steigendem Bedarf. Das würde bedeuten, dass der Ölpreis unaufhaltsam steigen muss, da der Bedarf dann die Fördermenge übersteigt. Am meisten Öl wurde 2003 in Saudi- Arabien (496800 Mio. Barrel), Russland (480000 Mio. Barrel) und Amerika (349000 Mio. Barrel) gefördert. Die größten Vorkommen liegen in Saudi-Arabien und im sonstigen Nahen Osten (Irak, Iran, Kuwait). Da Erdöl ein wertvolles, knapper werden- des Gut ist von dem die ganze Welt quasi abhängig ist, stellt es den größten Wirt- schaftsfaktor in der Welt dar. Wer mit Öl handelt verdient gutes Geld und der Preis des Öls bestimmt weltweit die Aktienkurse mit, da viele Industrien direkt oder indirekt vom Öl abhängig sind. Da natürlich jedes Land seinen Erdölbedarf gedeckt sehen möchte und das für möglichst wenig Geld, entbrennen immer wieder Konflikte um das Recht am Öl. Die anhaltenden Krisen, die den gesamten Nahen Osten immer wieder erschüttern, begründen sich immer auch auf Öl. Zudem wird das Öl auch zum Druckmittel. So stellten die Saudis schon einmal den Ölhahn ab, um ihre Interessen durchzusetzen, woraufhin der ganze Westen Energietechnisch kürzer treten musste, da das meiste Öl aus Saudi- Arabien bezogen wurde. In Afrika gibt es zahllose Stammeshäuptlinge oder Staatschefs, die ihr Land an die großen Öl fördernden Firmen verkaufen, das Geld jedoch nicht an ihre Bevölkerung weitergeben, weshalb diese nur etwas von den durch die Förderung bedingten Umweltschaden abbekommen. Diese großen Firmen (Exxon Mobil, Shell, BP, ChevronTexaco, Total, usw.) können sich durch ihre ölbedingte Macht oft viel herausnehmen und werden nur durch aufgebrachte Umweltschützer oder aber Rebellen (in Afrika) aufgehalten.
Fuffzehn Mann auf des toten Manns Kiste, Ho ho ho...

Sie war der geheime Star des Kinoknüllers „Fluch der Karibik“. An ihrer Seite Jonny Depp, mal Backbord, mal Steuerbord. Sie weckte wilde Träume in den Zuschauern... Wer jetzt an eine Schauspielerin denkt und sich verwundert fragt, was diese jetzt mit der Farbe Schwarz zu tun habe, ist wahrlich auf dem falschen Dampfer - Denn nicht etwa von Keira Knightley ist die Rede, sondern von der sagenumwobenen Black Pearl. Die Black Pearl, das Sinnbild des modernen Seeräubers, die Metapher für Anarchie auf See, für grenzenlose Freiheit und Inbegriff der männlichen Ungepflegt- heit. An ihrem Mast weht der Jolly Roger, oder auch in Anlehnung an den Union Jack, die als Black Jack bezeichnete schwarze Flagge. Der weiße Totenkopf auf schwarz- em Hintergrund, damals das Wahrzeichen eines Piraten, heutzutage eines St. Pauli Fans. Bevor Meilensteine wie Stevensons "Die Schatzinsel" den Begriff der Piraterie populär werden ließ, wurde dieser ur- sprünglich ausschließlich in der Schifffahrt
verwendet und bezeichnete Raubzüge zur See. Der ganz spezielle, anarchistische und autarke Charakter der Piraterie inspirierte neben dem eben erwähnten Stevenson viele Literaten zu ihren größten Werken. Der im wahrsten Sinne des Wortes bombastische Hintergrund wurde verwendet um in ihm scheinbar realistische historische Geschichten zu verpacken. Oft ist der Charakter des Piraten nicht durchweg positiv belegt. Er weißt Schwächen auf, die ihn menschlich und teilweise zum Anti- helden machen. Ebenfalls charakteristisch ist, dass der Pirat oft als Antagonist der Hauptfigur agiert, wie zum Beispiel der Furcht einflößende Captain Hook bei dem Klassiker „Peter Pan“. Bei allen negativen Assoziationen, die man mit den Halunken verbindet, in einem Punkt kann man sich einen bestimmte Piraten sicher zum großen Vorbild nehmen - auch wenn man mal den Kopf verlieren sollte, es geht immer weiter, das bewies Störtebecker, der wohl berühmteste deutsche Pirat.
Schwarz in der Sprache
Im Grunde gibt es eine relativ einfache Regel, betrachtet man die Verwendung der Farbadjektive in der deutschen Sprache: Weiß ist gut, wie die weiße Weste, oder die weiße Fahne - Schwarz dagegen ist böse, sehr böse. Ein Beispiel hierfür ist der Schwarzmarkt, oder auch Schwarzhandel genannt. Denn was gibt es böseres, als anderen Menschen begehrte Tickets vor der Nase wegzuschnappen und sie dann für teures Geld wieder weiter zu verkaufen? Und wer will schon schwarzen Humor haben, wenn er sich nicht gerade in Eng- land aufhält und somit humortechnisch zum Außenseiter mutiert? Sei es der Schwarz- arbeiter, der sich vor den Steuer- abgaben drückt oder der Schwarzfahrer, der es nicht einsieht für einen überfüllten Zug auch noch Geld zu bezahlen und somit die Fahrt da verbringt, wo noch am meisten Platz ist:
Auf der Toilette. Dass Menschen Herden- tiere sind, das wissen wir alle. Wer will dann schon zum schwarzen Schaf werden, das alleine auf der Wiese auf den trockenen Halmen des vergangenen Winters kaut, während die weißen Woll- knäuel sich über den schönen saftigen Klee hermachen??
Dabei werden Schwarzliebhabern auch durchaus positive Eigenschaften zuge- sprochen: Sie gelten als extravagant Personen, die mutig und intellektuell sind zudem gut mit Macht umgehen können.
Man kann nicht perfekt sein, also sollte
man vielleicht nach dem Motto „black is beautiful“ leben und nicht alles so schwarz und pessimistisch sehen... denn wer kennt nicht das bekannte deu- tsche Sprichwort: "Wer andere schwarz macht, ist darum nicht weiß", oder auch "Der Teufel ist nie
so schwarz, als man ihn malt"?
Graf Dracula - Der Prototypvampir

Im Jahr 1897 erschien die erste Auflage des nach der Hauptfigur benannten und von Bram Stoker verfassten Romans „Dracula“. Bei der Person Dracula handelt es sich um einen alten rumänischen Grafen, der in Transsilvanien allein auf einem großen Schloss lebt und in Erwägung zieht nach London überzusiedeln. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, bittet er für den Ankauf eines englischen Grundstücks den jungen englischen Rechtsanwalt Jonathan Harker zu sich nach Transsilvanien, damit dieser sich seiner Idee annimmt. Bei seiner Ankunft bemerkt Harker jedoch, dass die Mentalität der Menschen – je näher er an das Schloss des Grafen gelangt - von zunehmendem Aberglauben geprägt ist. Vor allem die Leute die um sein Reiseziel wissen, schenken ihm Kruzifixe, Knob- lauchzehen und treten ihm mit äußerst besorgten Mienen entgegen. Diese unheimlichen Vorausahnungen erklären sich dem unwissenden Ausländer Harker jedoch erst auf dem düsteren Karpaten- schloss. Dort beobachtet er schon bald mit wachsendem Entsetzen die seltsamen Eigenschaften des Grafen bzw. die Vorfälle, die sich vor seinen Augen abspielen. Dracula erweist sich als 400 Jahre alter Vampir, auch „Untoter“ genannt, der weder Schatten noch Spiegelbild besitzt und seinen Sarg als Ruhestätte zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang nicht verlassen darf. Er verlässt des Nachts das Schloss indem er einer Eidechse ähnlich senkrecht die Mauer hinabklettert. Der Anblick von Blut macht ihn rasend und er scheint über ein ganzes Rudel von Wölfen eine gewisse autoritäre Macht auszuüben. Zunehmend fühlt Harker sich als Gefangener des Grafen und beginnt akribisch nach einem Ausgang zu suchen. Fast wäre er dabei auch noch drei weiblichen Vampiren, die versuchen ihn zu
verführen um ihren blutsaugerischen Biss an ihm zu praktizieren, zum Opfer gefallen. Als ihm schließlich die Flucht gelingt ist Dracula ihm schon längst nach England vorausgeeilt. Mit der Intention sich neuer Opfer zu bemächtigen und somit das Wirkungsspektrum der Vampire zu vergrößern beginnt er seine Mission zunächst im Bekanntenkreis des Jonathan Harker. Er macht sich den geisteskranken Mr. Renfield zum gefügigen Diener und lässt Lucy Westenra, die Freundin von Harkers Braut Mina Murray zum Opfer des Vampirismus werden. Schnell zieht der behandelnde Arzt des Mr. Renfield und der sterbenden Lucy Dr. Seward, die Hilfe seines alten Lehrers Dr. van Helsing zur Rate. Der niederländische Professor ist nicht Medizin-wissenschaftlich sondern auch in okkultistischer Hinsicht bestens ausge- bildet, was ihn zum Hauptgegenspieler Draculas werden lässt. Er schweißt Harke, Seward, den Verlobten Lucies Lord Goldaming und dessen amerikanischen Freund Quincey Morris zu einem Männer- bund zusammen, der sich die Tötung Draculas zum Ziel setzt. Dies äußert sich in der Verteilung von geweihten Hostien in die an verschieden Orten deponierten Särge des Grafen, sowie ebenfalls der Tötung der zum Vampir mutierten Lucy, indem ihr ein Pfahl ins Herz getrieben und der Kopf abgeschnitten und mit Knoblauch gefüllt wird, um sie von ihrem Dasein zwischen Leben und Tod zu befreien. Nachdem Dracula es auch bei Mina Murray versucht hat, was ihm jedoch nicht vollends gelungen ist, flieht er zurück in sein Heimatland zu seinem letzten Sarg. Dort kommt es zum Entscheidungskampf mit seinen Gegenspielern, die ihn überwältigen können und ihn letztendlich von einem 400 Jahre langen Fluch befreien.

