Die Farbe Weiß
Wenn ein Material Licht in verschiedenen Wellenlängen mit hoher Intensität reflektiert, so dass alle Zapfen der Netzhaut des menschlichen Auges stark gereizt werden, erscheint es weiß.

Von vielen wird weiß nicht als Farbe im engeren Sinne anerkannt. Man spricht in der Alltagssprache von den "Farben" Schwarz und Weiß, würde sie aber nicht als farbig bezeichnen. Zweckdienlich erscheint etwa eine Unterscheidung nach der Sättigung in bunte Farben, die einen deutlichen Farbeindruck hinterlassen, und unbunte Farben: Schwarz und Weiß einschließlich aller dazwischenliegenden Grauwerte. Weiß wird allgemein übrigens mit Freude, Hochzeit, Unschuld und Reinheit, in China aber auch mit Trauer assoziiert.
Weiße Helden, wir sind stolz auf euch...
Die WM im eigenen Land ist Deutschland noch nicht aus dem Kopf, und so ist auch uns bei der Farbe Weiß gleich unsere Nationalmannschaft eingefallen. Es ist nämlich so: Bis zur WM 1986 waren die "Heimtrikots" der deutschen Nationalelf ausschließlich in Weiß und Schwarz gehalten. Erst in Mexiko gab es einen allerersten Farbklecks auf dem geschneiderten Stoff zu entdecken: Teile des Kragens waren in den Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold gehalten.

Im Spiel um Platz drei bei der WM 1970 und bei der "Wasserschlacht von Frankfurt" gegen Polen spielte Deutschland ganz in Weiß, also auch mit weißen Hosen. Wir haben allen Grund stolz auf unsere Nationalmannschaft zu sein, denn die DFB-Auswahl ist nach Brasilien und Italien die erfolgreichste Fußballnationalmannschaft der Welt. Bereits siebenmal stand sie im Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Dreimal (1954, 1974 und 1990) konnte die deutsche Mannschaft den Weltmeistertitel gewinnen, viermal (1966, 1982, 1986, 2002) ging sie als Vize-Weltmeister vom Platz. Dazu kamen dritte Plätze 1934, 1970 und 2006 sowie ein vierter Platz 1958. Mit insgesamt 11 Halbfinalteilnahmen übertrifft sie in dieser Kategorie sogar Brasilien.

Nachdem sich fast jeder während der WM mit dem "Fussball-Fieber" angesteckt hat, steht als nächstes die EM Qualifikation an. Und auch da war die DFB-Auswahl mit drei Titeln (1972, 1980, 1996) aus fünf Endspielteilnahmen äußerst erfolgreich.
Die Mannschaft qualifizierte sich seit 1972 für jedes EM-Turnier. Bei den Europameisterschaften 1972, 1976, 1980 und 1992 stellte Deutschland jeweils den Torschützkönig.
Also, wir sind bei euch, "weiße Helden"!
Friedenstaube
Zu Zeiten des drohenden und beginnenden Irak Krieges, sah man sie oft und viel, auf jeder Demonstration breitete sie ihre Flügel aus, um die Welt vor Krieg zu bewahren, die weiße Friedenstaube. Der Ursprung dieser Symbolik geht auf unterschiedliche Quellen zurück. Die früheste ist sicher die Sintflutgeschichte, in der die Taube mit einem Ölzweig im Schnabel wiederkehrt, nachdem sie von Noah freigelassen wurde. Die Taube nimmt also die Rolle des frohen Botschafters ein. Es folgte im 17. Jahrhundert der Aufschwung zu einem allgemein anerkannten politischen Friedenssymbol, das sich auf vielen Münzen wiederfand.
Künstlerisch wurde die Friedenstaube an sich 1949 für den Pariser Weltfriedenskongress durch Pablo Picasso ins Leben gerufen, der ebenfalls von dem biblischen Hintergrund inspiriert worden war.
Weißes Gold
"Weißes Gold" oder "Schnee" sind Szenebezeichnungen für die Droge Kokain, ein Tropanalkaloid, dass aus den Blättern der in Südamerika heimischen Coca-Pflanze gewonnen wird und von seinen Konsumenten als weißes Pulver geschnupft oder als "Crack" geraucht wird. Die Wirkung der Droge wird als anregend, wach machend und das Selbstbewusstsein steigernd beschrieben. Der Konsument hat das Gefühl, alles zu schaffen, was er anpackt. Dies gilt hauptsächlich für das Schnupfen von Kokain. Beim Rauchen von Crack entsteht ein kurzer "Kick", der den Konsumenten danach in ein Loch aus Depressionen fallen lässt, woraufhin er wieder zu der Droge greift, um dieses Loch zu überwinden.

Bevor Kokain zur illegalen Droge wurde, wurde es, wie viele der illegalen Drogen, zu medizinischen Zwecken gebraucht. Ende des 19. Jahrhunderts war Kokain als Mittel gegen Zahnschmerzen bekannt. Zudem wurde es zur Behandlung von Augenerkrankungen benutzt. Auch heute dürfen Ärzte laut der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung Kokainhaltige Salben und Lösungen zu diesem Zweck verschreiben. Auch in der Limonade Coca-Cola waren zunächst die Inhaltsstoffe der Coca-Pflanze enthalten. Daher rührt auch der Name des Getränks. Ein Liter Cola enthielt etwa 250 Milligramm Kokain. Auch heute enthält Coca-Cola noch - allerdings nichtalkaloide - Inhaltsstoffe der Coca-Blätter. Entdeckt wurde die berauschende Wirkung der Coca-Pflanze von den Eingeborenen Südamerikas. Noch heute kann man etwa in Kolumbien oder Peru Menschen die Blätter der Coca-Pflanze kauen sehen. Diese Art der Nutzung ist nicht direkt Suchterzeugend und ist vielleicht mit dem Kaffeekonsum westlicher Länder zu vergleichen.
Das weiße Haus - das amerikanische Unschuldsheim
Im Jahr 1792 wurden die Planungen für die Entstehung des weißen Hauses verwirklicht. Nachdem Präsident George Washington mit dem Stadtplaner Pierre L'Enfant einen geeigneten Platz für dieses mächtige Bauwerk gefunden hatte, wurde am 13. Oktober 1792 der Grundstein gelegt. Der Beginn des Baus kann gleichzeitig als Gründungstag der neuen Hauptstadt angesehen werden.

Das prächtige Bauwerk stand jedoch nicht lange, als es 1814 von britischen Truppen im so genannten Krieg von 1812 niedergebrannt wurde. Vier Jahre später begann der Wiederaufbau, Rauchschäden wurden oft lediglich übergestrichen.1901 folgte der Anbau des Bürotraktes im Westflügel.

Das bescheidene Anwesen verfügt über 132 Räume, 35 Badezimmer, 412 Türen, 147 Fenster, 8 Treppenhäuser, 3 Aufzüge, Swimmingpool, Tennisplatz, eine Bowlingbahn und einen Kinosaal.

Demnach ist es nicht verwunderlich, dass bis jetzt jeder Präsident gleichzeitig in dem Anwesen gewohnt hat und somit die angenehmen Seiten der Präsidentschaft genoss. Lediglich George von Washington zog es vor den eigenen Wohnsitz beizubehalten.

Gerüchten zu folge befindet sich unter dem Südrasen ein Schutzbunker,
der den Präsidenten bei einem Angriff schützen soll.
Sollte dieses Gerücht der Wahr-
heit entsprechen, müssten wir
uns keine Sorgen mehr um
George W. Bush machen,
sollten die Massenver-
nichtungswaffen im Irak
doch noch gefunden
werden.
 
Der weisse Hai
Der weiße Hai (engl. Jaws: "Kiefer") ist der Name eines Romans von Peter Benchley und eines daraus entstandenen US-amerikanischen Films von 1975, der unter der Regie von Steven Spielberg gedreht wurde. Zusammen mit dem zwei Jahre später erschienenen Krieg der Sterne läutete er die Ära des Blockbuster-Kinos in Hollywood ein und gilt bis heute als einer der besten Thriller. Der Film schildert die
mörderischen Attacken eines gigantischen Hais, der einen beliebten Badestrand terrorisiert. Drei Männer jagen das Tier auf hoher See.
Ganz in weiß ... (la la la )

Roy Black sang: Ganz in weiß mit einem Blumenstrauß
Mit dem Hochzeits-Knüller Ganz in Weiß wurde Roy Black im Frühjahr 1966 zum Schlager-Star und Mädchen- (und Schwiegermütter-) Schwarm in Deutschland. Rund 2,5 Millionen Singles wurden verkauft.
Aber Roy konnte seinen Erfolg nicht lange genießen: Am 9. Oktober 1991 erlag Roy Black mit nur 48 Jahren in seiner Fischerhütte im oberbayerischen Heldenstein den Folgen eines Herz-Kreislauf-Versagens. Er wurde im Familiengrab seines Geburtsortes Straßberg beigesetzt und noch heute pilgern viele Hunderte Fans an sein Grab, legen Blumen oder sogar Kränze nieder.

Er hinterließ seinen Sohn Torsten und seine Tochter Natalie sowie einen stattlichen Nachlass; der peinliche Streit um das Millionenerbe des Künstlers beschäftigte die Gerichte noch bis 1995.
Albinismus
Albinismus ( lat. albus "weiß") ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen in der Herstellung der Melanine und dem daraus resultierenden Mangel an Pigmenten in Haut, Haaren und Augen. Die Betroffenen nennt man Albinos oder Dondos.

Es gibt verschiedene Arten des Albinismus, deren Intensität von dem Melaninmangel abhängig ist. Grundsätzlich unterscheidet man zwei übergeordnete Arten von Albinismus: den okularen und okulokutanen Albinismus (okular/okulo = das Auge betreffend, kutan = die Haut betreffend). Die okulokutanen Arten werden autosomal-rezessiv vererbt, das heißt beide Eltern müssen das rezessive Merkmal in sich tragen und dieses Gen weiter vererben, um ein Kind mit Albinismus zu bekommen. Dabei gelten die Mendelschen Regeln.

Okularer Albinismus wird X-chromosomal (auf dem X-Chromosom) vererbt, deshalb sind hauptsächlich Männer betroffen. Neben der empfindlichen Haut hat Albinismus eine erhebliche Auswirkung auf das Sehvermögen der Betroffenen, denn auch hier ist die Pigmentierung deutlich
schwächer, als bei anderen Menschen. Dies kann als die
Urasache dafür gesehen werden, dass die Augen häufig
rötlich schimmern, da durch die Pupille und Iris die
Aderhaut durch schimmert. Das Gegenteil von
Albinismus ist Melanismus.
 
Salz - Weißes Gold

Ein Geschenk der Götter, und ein wichtiges Mineral.
Neres, die griechische Göttin des Meeres, hatte Peleus, dem Vater des Achill, das Salz als Hochzeitsgeschenk vermacht. Seither galt Salz als Göttergabe. Ohne Salz kann der Mensch nicht leben, da das Mineral den Wasserhaushalt im Körper regelt. Als die Menschen in unseren Breitengraden noch Jäger und Sammler waren, stillten sie ihren Salzhunger durch tierisches Blut. Nachdem sie salzwasserhaltige Quellen entdeckt hatten, konnten sie sich niederlassen um Viehzucht und Ackerbau zu betreiben. Mit der Umstellung der Ernährung auf Getreide nahm der Bedarf der Menschen an Salz beständig zu.

Die Menschen alter Kulturen wie die Ägypter fanden in Lagunen und Salzwüsten das Mineral. Neben der Nahrungsaufnahme benutzten sie es, um ihre Toten zu mumifizieren und legten den Leichnam vor dem Einbalsamieren in Salzlösung. Schon damals war die Methode bekannt, Lebensmittel durch Einsalzen vor Keimen zu schützen. Auf diese Weise konnten die Ägypter Nahrungsvorräte anlegen.

In den Hochkulturen der Griechen und Römer wurde ausschließlich Meersalz verspeist. Damals konnten die römischen Salzbauern den Rohstoff teuer ins Binnenland verkaufen. Beamte und Soldaten bekamen es sogar als Lohn ausgezahlt. Salz galt als "weißes Gold". Daher kommt auch der heutige Begriff Sold.
Johann Adam Weishaupt

Adam Weishaupt oder
doch George Washington?
Der vermeintliche Gründer des Geheimordens der Illuminati Johann Adam Weishaupt wurde am 6. Februar 1748 in Ingolstadt geboren. Er wuchs in Ingolstadt auf und studierte später an der dortigen Universität Geschichte, Staatswissenschaften, Philosophie und Recht. 1768 promovierte er zum Doktor der Philosophie, wurde 1772 außerordentlicher Professor für Recht und 1773 ordentlicher Professor für Kirchenrecht in Ingolstadt.

Am 1. Mai 1776 gründet er den Bund der Perfektibilisten (auch Bienenorden genannt), der später als Illuminaten bekannt wurde. Schon bald erfuhr der Orden reichweite Ausbreitung, wobei die Auswahl neuer Mitglieder besonders in den Reihen der Freimaurer erfolgte.

Weishaupt begann darauf hinzuarbeiten, sein Illuminatensystem, indem Tugend, Moral und Sittlichkeit, wie das Aufhalten eines Voranschreitens des Bösen in der Welt, die Hauptaufgabe des Ordens darstellte, mit dem der Freimaurer zu verbinden und damit seine Ziele und Ideale weltweit zu verbreiten. Nachdem der Geheimbund 1784 jedoch von der bayerischen Regierung verboten worden war, floh Weishaupt und fand Schutz beim Herzog Ernst II. aus Gotha, bei dem er bis zu seinem Lebensende noch zahlreiche rechtfertigende Schriften über den Orden verfasste.

Bis Heute wird in zahlreichen Verschwörungstheorien behauptet, die Illuminaten hätten nach ihrem Verbot keinesfalls aufgehört zu existieren und seien verantwortlich für eine Vielzahl von Erscheinungen, die von den Verbreitern solcher Mythen als unerfreulich beurteilt werden, nicht zuletzt z.B. für die Französische Revolution...